Besuch von der Family TEIL 1

Dienstag, 08.10.2013

Hey ich bin Annette Thomis kleine Schwester. Ich und mein Vater waren für 2 ein halb Wochen zu Besuch in Uganda. Ich hab jetzt die Reisenotizen von meinem Vater etwas gekürzt, damit ihr auch einen Eindruck bekommt was wir alles erlebt haben. Es ist zwar jetzt schon etwas her, dass wir ihn besucht haben, aber ich hoffe euch interessiert es trotzdem.

Am 7. August fliegen wir von München nach Enteppe (Uganda). Enteppe ist ein Ort neben dem Flughafen und direkt am Viktoriasee gelegen. Dort bleiben wir für 2 Tage und schauen uns den botanischen Garten, den Zoo und das Ufer des Viktoriasees an bis wir am Samstag weiter nach Arua fliegen.

8.-10. August Enteppe
Am Nachmittag, nachdem wir angekommen waren gingen wir in den Botanischen Garten wo einem Führer uns alle möglichen Tier und Pflanzen zeigt und natürlich auch den Platz wo mit Johnny Weißmüller Tarzan gedreht wurde. Abends waren wir in einen guten Restaurant am
Vitoriasee Fisch essen. Der wie man auch auf dem Foto sieht echt lecker war.


Nach einem gutem Frühstück gingen wir am nächsten Tag in den Zoo.Das interessanteste waren die vielen Schulklassen mit jeweils unterschiedlichen schönen Uniformen.Wir, die Muzungus, waren für die genauso interessant wie die Tiere. Abends haben wir dann in einer Disko mit guter 6-Mann-Live-Kapelle das Spiel Bayern-Gladbach live gesehen.

Mit Eagle-Air Kleinflugzeug für 20 Personen und nur halb besetzt geht’s nach Arua. Seit dem Flug begleitete uns Craig, ein Neuseeländer, der sehr gut Deutsch spricht. Er wohnte auch mit uns bei Thomas, da er auf eine Weiterreise in den Kongo wartet.

 

10.- 17. Arua

Wir wohnen bei Thomi zuhause in seinem geräumigen Haus mit schönem Garten.

Nachdem wir uns etwas umgeschaut, ausgepackt und ausgeruht hatten fuhren wir  am Nachmittags dann mit dem Auto auf den Markt. Das war Afrika pur und in dem Menschengewühl dort kamen wir uns sehr weiß vor. An den Stände, dort gibt es alles. Obst, Gemüse, Gewürze, Fisch, Lebensmittel, Mehl u.v.a. Viele Frauen sitzen nur am Boden, vor sich die Waren ausgebreitet. Dort durften wir auch einheimische Kost, frisch zubereitet probieren. Rühreifladen mit Tomatenstücken und roten Zwiebeln gerollt und außenrum Chapati, Pfannkuchen aus Wasser und Mehl. Das ganze heißt Rolex, ist am Markt immer zu haben, kostet umgerechnet ca. 60 Cent ist sehr lecker und wurde öfter unser Essen für Zwischendurch.
Abends waren wir bei "Ärzte ohne Grenzen" eingeladen. Menschen aus aller Herren Länder, Ärzte, Entwicklungshelfer und Missionare waren anwesend. Und mit Thomas` Nachbarin einer österreichischen Ärztin konnte man sich sogar im Dialekt verständigen.

Sonntag hatten wir volles Tagesprogramm .
11 Uhr Kirche, 13 Uhr Essen bei Brian, 14.30 Uhr Kaffee bei Heidi,
17 Uhr Volleyball beim Thomi mit seiner Nachbarin.
So war es geplant, aber es kam anders.
Craig hat uns ein super Frühstück gemacht wie von da an fast jeden Tag, mit Spiegeleiern und Würstchen. Dann ab zur Kirche, wo wir auch pünktlich waren. Der 11 Uhr Gottesdienst war in Englisch, musikalisch begleitet von einem guten Chor. Die Predigt dauerte etwas lange, gefühlte und wahrscheinlich wirklich eine Stunde und der Gottesdienst zwei Stunden, bis 1 Uhr. Alles im Zeitplan. Um 1 Uhr holte uns Brian, einer von Thomis ugandischen Bekannten von dort ab. Um 2 Uhr sagte er, dass es mindestens 3 würde, bis es Essen gibt. Dann fuhr er mit dem Moped los, Besorgungen machen. Um 1/2 4 ging das Essen dann langsam los und zog sich mit vielen
Unterbrechungen hin bis gut 1/2 5. Die verschiedenen Gänge waren alle sehr lecker, Rind, Schwein, Ziege und viele Beilagen. Als wir dann ca. 3/4 5 mit über 2 Std. Verspätung bei Heidi und Christoph zum Kaffee erschienen, hatten die vollstes Verständnis, so ists eben in Afrika. Bei europäischem Obstkuchen u.a. war es eine sehr gemütliche Runde. Die beiden sind seit 5 Jahren als ev. Missionare von DIGUNA in Arua. Beide stammen aus Bayern und waren richtig froh, mal wieder Dialekt sprechen zu können. Als wir dann gegen 6 heimfuhren, war der 3.Tagespunkt gestrichen, da es gegen 7 Uhr finster wird.

Montag war Stadtbummel angesagt.
Die Märkte sind riesig und sehr interessant. Am Eisenbasar feilschten wir um den Preis von Nägeln.
Annette war mehr am Kleider- und Stoffbasar interessiert. Farbenfrohe Stoffe gibt es wie Sand am Meer in Unmengen von Läden. Annette ist auch fündig geworden.
Regen und Gewitter kommen meist sehr schnell und gewaltig. Mussten wir feststellen als wir quer durch die engen Gassen zurück zu unserem Auto eilten. Kaum erreicht, fing es schon an zu schütten.
Den Abend ließen wir beim Poolspielen ausklingen, das ist so etwas wie das ungandische Billard.

Am Dienstag dem 13. August machten wir eine Radtour.
Wir fuhren quer durch die Stadt im dichtesten Verkehr, immer konzentriert den Schlaglöchern auszuweichen und dabei nicht von einem Mopedfahrer vom Rad geholt zu werden.
Außerhalb wurde es dann Gottseidank ruhiger, aber die Straßen auch immer holpriger und staubiger. Je näher wir unserem Ziel, einem hellgrauen Felsenberg, kamen,
desto schmäler wurde der Weg. Rillen von bis zu 40cm Tiefe ausgeschwemmt durch die Regenzeit verengten die Breite von 3/4 Meter auf oft nur 30cm Stege die in Slalomfahrt befahrbar waren.
Eine Herausforderung, aber schön. Bei Erreichen des Berges zogen plötzlich Donner und dunkle Wolken auf. Kurzen Bergaufstieg und Rückfahrt mit flottem Tempo. Das Gewitter ging aber in eine andere Richtung.

Zurück in der Stadt gingen wir äthiopisch essen und das Essen war recht lecker, danach gingen Th und An zum Volleyballspielen. Abends kamen Heidi und Chr. mit dem Motorrad zum Essen vorbei. Nachdem wir eine Zeitlang Schafkopf spielten, hatten wir noch eine gemütliche Unterhaltung
 
Mittwoch war Besuch des Wühlmarktes angesagt. Das ist der Secondhandmarkt, den auch viele Europäer besuchen. Unsere ausragierte Ware wird in großen Ballen angeliefert und in unzähligen kleinen Ständen verkauft. Die Ware liegt am Boden und man kann wühlen, deshalb Wühlmarkt.
Jeder Stand hat etwas anderes, Herrenhosen, Kinderware, Unterwäsche, Kleider, Hemden.  Schlussendlich bekommt man ein Kleid für 5000 Schilling, das sind 1,60 €, auch schöne Ware. Schon das Feilschen macht Spaß.

Auf dem Nachhauseweg sind wir bei Christoph vorbeigefahren. Er zeigte Thomi seine Trompetenwerkstatt. Thomas durfte sich eine Trompete mit Noten u.a. zum Ausleihen aussuchen. Die Besichtigung, der von Ihnen betriebenen kleinen Radiostation war auch sehr interessant. Schlussendlich durften wir uns Heidi & Christophs Räder ausleihen. Kaum zuhause angekommen, fing es wieder an zu regnen. Nach dem Essen und Pool spielen wurden Craig und Franz zuhause abgesetzt. Annette und Thomas gingen in den Matonge Club.

Bei einer neuen Radtour besuchten wir eine Station für Aids-Infizierte Frauen, die von einem amerikanischen Bekannten von Thomas geleitet wird. Die meisten Frauen kommen 1 x im Monat hier zusammen. Er zeigte uns die Anlage und was sie alles schon ausprobiert haben. Wir kauften dort auch einige selbst hergestellte Andenken. Weiter fuhren wir zu einer schönen Hotelanlage mit fürchterlicher Zufahrt. Die Gartenalgen waren bezaubernd hergerichtet.

Am nächsten Tag war wieder eine Radtour aufs Land geplant, heimwärts sind wir dann ugandisch Mittagessen gegangen. Später haben wir eine Organisation besucht, welche die Verbreitung der Schlafkrankheit untersucht und die Tsetse-Fliege mit Erfolg bekämpft.Abends waren wir bei Isra, einem Afghanen zum Essen eingeladen. Termin war 8, dann 9, wir kamen um 1/4 10, gegessen wurde um halb 11, alles normal. Es gab Ziege mit Beilagen, frisch gegrillt und lecker.

 

17. & 18. Murchinson Fall Nationalpark

Aufbruch zu unserer Rundreise duch Uganda. Th hatte sich einen Leih-PKW Toyota besorgt. Über Pakwatch fuhren wir zum Murchinson-Fall-Nat.Park.

Wir haben viele Tiere gesehen. Unmengen  von Antilopen und Gazellen, Ebenfalls stark vertreten waren Giraffen, die wir ganz nah betrachten konnten. Elefanten, Nilpferde, Kafernbüffel, Wasserböcke u.a. waren auf unserer Rundfahrt zu sehen. Es war bereits kurz vor 7, da versperrte plötzlich ein Elefant die Weiterfahrt. Wir mußten wir umdrehen und einen weiten Umweg machen. Kurz nach 7 wurde es dunkel und es begann eine flotte Rallye bis nach 8 quer durch den Park. Ein Jeep voraus, wir im  PKW nach, voll über alle Schlaglöcher und Rinnen. Extreme Superfahrleistung von Thomas. Um 9 waren wir endlich in der Unterkunft.

Für Sonntag war eine Nilfahrt im Park geplant. Die Bootsfahrt dauerte dann 1 1/2 Std. und wir bereuten es nicht. Viele Nilpferde, teilweise sehr nahe an unserem kleinen Boot, Krokodile, nicht sehr vertrauenserregend, Wasserbüffel und viele schöne Vögel gab es zu bewundern. Den Wasserfall konnten wir leider nur aus der Entfernung sehen.


Wieder zurück ging es mit der Autofähre über den Nil und dann stundenlang holprig alleine mit unserem PKW durch den Park, nur Wald, Wald, Wald. Weiter ging die Fahrt zum Rhinopark. Ich fuhr auch eine Stunde, aber auf einer schönen Straße. Der Linksverkehr und das dazugehörige Auto waren schon etwas gewöhnungsbedürftig.

 

18. & 19. Rhino Camp

Angekommen mieteten wir uns einen Scout, der uns zu den Nashörnern brauchte. Nach einem Fußmarsch standen wir plötzlich vor 7 Nashörnern. Sie grasten friedlich, kamen uns aber immer näher. Die greifbare Nähe von 5-10 mtr. war schon beeindruckend und erzeugte doch ein mulmiges Gefühl. Über Nacht blieben wir in Rhino Camp, obwohl wir beim Abendessen beinahe von Insekten erstochen wurden. Nach dem Frühstück im Rhino-Park fuhren wir los Richtung Fort Portal. Nachts hatte es öfters und sehr stark geregnet, die Straße war aber einigermaßen passierbar.

Übrigens Straßen. Bei uns würde man die normalen Straßen in den Städten und Dörfern als Feldwege bezeichnen, nur breiter. Straßen ohne Schlaglöcher gibt es nicht!
Die Schlaglöcher können bis zu einem Meter Durchmesser und 40cm Tiefe haben. Slalomfahren ist sogar auf der Hauptstraße unvermeidbar. Meist gibt es keine richtige Fahrbahnseite. Jeder fährt da, wo die wenigsten Schlaglöcher sind. Beim Überholen wird kurz gehupt, damit der andere außen bleibt. Bei Gegenverkehr wird kurz auf die eigene Straßenseite gefahren.
Teer ist nur auf den größeren Straßen vorhanden und da mit Unterbrechungen.
Interessant ist auch die Verkehrsberuhigung an den Ortseingängen. Zuerst kommen 3-5 kurze Teerwellen ca. 20cm hoch zur Vorwarnung, dann kommt ein Hügel 60cm hoch und 1,5m breit. Da fährt man freiwillig langsam drüber. Trotzdem geht öfters der Autounterboden noch gewaltig auf.

 

19.- 23. Fort Portal

Heute fuhren wir aber wie gestern auf der Hauptstraße nach Kampala und von da an weiter nach Fort Portal. Franz und Thomas wechselten sich mit dem fahren ab. Dort abends nach 8 Std. Fahrt für 500 km angekommen, suchten wir unser Hotel, genossen unser Abendessen und ab ins Bett.

Heute mußten wir sehr früh aufstehen, da um halb acht Schimpansentour angesagt war. Für die Anfahrstrecke von 30 km brauchten wir 1 Std. Ich hätte noch länger gebraucht. Am Halteplatz angekommen, marschierten wir, von einem Guide geführt, quer durch den Urwald, bis wir die Schimpansen auf einem großen Baum fanden. Da es aber an diesem Morgen sehr feucht und kühl war, bewegten sich die Schimpansen nicht dazu vom Baum zu kommen. Sie fraßen oben in der Krone oder zogen sich in ihr Nest zurück. Unten wurde jede Bewegung aufmerksam registriert und von vielen Kameras festgehalten. Von einer Stunden nach oben gucken, tat jedem das Genick weh. Langsam gingen die Schimpansen aber doch etwas weiter runter, so dass leichter Fotos gemacht werden konnten. Ein Schimpanse war sogar kurz in unserer Nähe am Boden. Als wir schon beim Rückzug waren, fingen sie plötzlich einen lautstarken Streit an, dass nur so die Äste runter prasselten.

Nach unserer Rückkehr kurze Ruhepause, dann Stadtbummel. Abends trafen wir uns mit einem Kollegen von Th zum Essen. Das Gespräch war äußerst interessant. Anschließend sofortige Bettruhe zwecks Müdigkeit,

Einer der größten Wochenmärkte Ugandas war heute unser erstes Ziel. Nur ca. 10 km von unserer Herberge entfernt. Als wir ankamen, war schon volle Aktion. Die Händler priesen wie Marktschreier ihre Waren an. Überall war Wäsche und Kleidung ausgebreitet, von der Unterhose bis zum Mantel.
Gleich daneben war der Viehmarkt. Auf einem Platz waren Ziegen, auf dem anderen Kühe.
Gleich daneben war der Fleischverkauf, nicht gerade einladend. Töpfe, Geschirr, Seifen, alles war in großer Menge vorhanden. Wir hielten uns dann an den Obstmarkt, wo wir unseren Reiseproviant an Bananen und Guaven eindeckten, alles fast geschenkt.

Zurück in Fort Portal machten wir uns auf zu einer Wandertour. Ausgestattet mit einer Skizze unserer Hausfrau liefen wir kreuz und quer durch die Stadt und die Gegend. Vorbei an Bananenplantagen, viel Ackerland und Brachland, rauf und runter, mitten durch die wunderschöne 
Landschaft. Begleitet oder verfolgt wurden wir dabei von einer Schar laut johlender Kinder.
Diese waren auf dem Nachhauseweg von der Schule und verließen uns nach und nach, fröhlich winkend. Nach 2 Std. flottem Fußmarsch erreichten wir unser Ziel. Es hatte sich gelohnt.
Dort hatte ein Engländer eine wunderschöne Anlage gebaut. Auf einem Bergrücken zog sich eine Reihe kleiner strohgedeckter Häuser, verbunden durch Geländerbrücken, alles gekrönt von einer mehrstöckigen Hauptgebäude, alles passend zur Landschaft.
Auf der rückseitigen Terrasse hat man dann einen herrlichen Blick auf den Kratersee, wie gemalt.
Nach einem guten, aber nicht ganz billigen Essen, machten wir noch den Abstieg zum Kratersee. Hat sich gelohnt. Wir waren so geschafft, dass wir nach dem Abendessen sofort schlafen gingen.

Für heute war eine kleine Rundreise geplant. Dazu fuhr uns Th wieder durch die Landschaft.
Zuerst fanden wir einen kleinen Park mit See. Wir wanderten runter zum See, links und rechts viele verschiedene Affenarten, große schwarz/weiße mit langem weißen Schwanz, und kleine nette braune, aber auch die großen beißenden Ameisen haben uns gefunden. Weiter ging die Fahrt wieder zu einer Lounge. Das ist eine schöngelegene Hotelanlage, die früher von einem Colonel angelegt wurde, wieder mit einem wunderschönen Blick über einen 
Kratersee. Dort genossen wir unser Mittagessen.

Abschließend besuchten wir einen Wasserfall. Auf einem abenteuerlichen Weg  marschierten wir bis ganz runter, vorbei an vielen einheimischen Hütten, Leuten und Getier. Der Wasserfall war wunderbar anzuschauen, besteigen konnten wir ihn aber nicht, da durch die Regenzeit die Steine zu rutschig waren. War wieder ein schöner, aber sehr anstrengender Tag.

 

23.- 25. Kampala


Die Strecke von Fort Portal nach Kampala ca. 270 km durfte ich (Franz) fahren. Nachdem ich mich mittlerweile an den Linksverkehr gewöhnt habe, ging es bestens.
Das größte Problem waren nicht die Autos, sondern die Fußgänger die laufend an der Seite marschierten. Man versuchte immer einen großen Abstand zu halten, was bedeutete, dass man meist fast auf der anderen Straßenseite fuhr. Durch den Stadtverkehr in Kampala steuerte dann wieder Thomi.

Der Samstag sollte ein ruhiger Tag werden, kam aber anders. Th fuhr mit dem Auto in die Nähe des Stadtzentrums. Von hier mussten wir mit Boda-Bodas weiterfahren, da in der Innenstadt kaum Parkplätze vorhanden. BodasBodas sind die Moped-Taxis, die in Massen am Straßenrand stehen und durch den dichtesten Verkehr flott vorankommen, ein Spalt von 3/4 Meter zwischen 2 Auto reicht. Bin freiwillig mitgefahren. War ein Erlebnis. Wir sind zum Basar gefahren.  Der ist noch viel größer und vielfältiger als die anderen. Er war nicht ganz so schön wie die anderen Märkte, da er unübersichtlich bis richtig unübersichtlich war.  

Weiter ging es mit den Bodas zur großen Moschee. Um diese besichtigen zu dürfen, mußte Annette muslimische Kleidung drüberziehen, sah interessant aus, Annette mit Schleier. Der Guide erklärte uns die Moschee ausführlich, die Gadaffi 2003 erbauen ließ. Anschließend gingen wir die 275 Stufen auf den großen Turm rauf.


Von der Moschee marschierten wir zur großen kath. Kirche. Dort war gerade eine ugand. Hochzeit zu Ende, die nächste Trauung wartete schon. Die Bekleidung der Hochzeitsgäste war ein farbeprächtiges Bild.

Zurück zu unserem Parkplatz gings wieder mit Bodas. So eine Boda-Fahrt mit 2 Bodas kostete zwischen 1,50 und 2,50 Euro. Zum Sonnenuntergang fuhren wir in ein Lokal hoch über Kampala.
Es war ein herrlicher Ausblick.

Abends gingen wir mit Valentin und anderen GIZ'lern in eine Bar zu plaudern. Waren lauter Deutsche, darum auch gut verständlich. Anschließend ging es noch in mehrere Tanzdiscos bis morgens um halb 4. Dort war ich (Franz) schon an der Altersgrenze, war aber trotzdem interessant.

Ein Drittel ist schon rum

Donnerstag, 03.10.2013

Die Zeit vergeht schon irgendwie sehr schnell, wenn ich mir überlege das ich nun schon 4 Monate hier bin ist das ein Zeitraum der für mich schwer greifbar ist. Die Wochen verfliegen und kaum beginnt die Wochen schon ist wieder Wochenende...
Aber ich deute das einmal als ein gutes Zeichen weil wenn es mir nicht gefallen würden oder mir langweilig wäre, würde das wohl anders ausschauen. 

Für meine Unterhaltung war natürlich immer gut gesorgt und selbst bin ich auch nicht schlecht darin mir immer wieder neue Sachen auszudenken die ich machen möchte. Ein Langzeit Projekt ist einen Früchte-Trockner mit einer Art Solarpanel zu bauen um die leckeren Früchte die zweimal im Jahr in Unmengen gibt vernünftig verwenden zu können. Vielleicht kann dann auch meine Haushälterin daraus ein kleines Geschäft machen.

Es hat zwar ein wenig gedauert bis ich in der Arbeit auch das Gefühl entwickelt habe, was sinnvolles machen zu können. Nachdem wir die erste Zeit viel umhergefahren sind und unsere Dezentralisierungskonzept vorgestellt haben, kann ich mich jetzt eher praktisch einbringen. Meine Hauptaufgabe besteht momentan darin einen Bestandsaufnahme von Photovoltaik-Anlagen in der ganzen Region zu machen und wenn´s möglich ich die Anlagen soweit wieder instandzusetzen. Leider kommt es häufig vor das die Anlagen schlecht geplant sind oder einfach nur das billigste Material verwendet worden ist und man dann wenig machen kann darauf hinzuweisen was man ändern sollte. 

Man kriegt auch ein Gefühl für die unterschiedlichen Mentalitäten der Leute hier, die einen sehen nur den Weißen der am besten alles umsonst bringen soll und wenn ich schon kein neues Solarsystem bringen kann soll ich doch wenigstens ein paar Computer springen lassen :) Aber es gibt auch die anderen die es absolut wertschätzen das man sie hier unterstützt und für den Rat dankbar sind. Da macht es dann richtig Spaß auch wenn es sehr anstrengend ist den ganzen Tag von einem Gesundheitszentrum zum nächsten zu tingeln auf "Straßen" die mehr Schlaglöcher haben als "Straße".

Doch ich fühle mich sehr wohl!

Two month in Uganda

Sonntag, 28.07.2013

Ja nun bin ich schon wieder 2 Monate hier, aber irgendwie kommt es mir gar nicht so lang vor. Die Wochen und Wochenenden verfliegen einfach nur so und es ist immer irgendwas los.

Nun ein paar Impressionen von meinen Erfahrungen hier. Zum einen das lokale Essen ist nicht wirklich abwechselungsreich, es gibt immer die typischen Beilagen: Reis, Matoke (Bananen-Brei), Poscho (Maisbrei) und Kalo (Hirsebrei). Geschmacklich ist das alles ganz gut, aber liegt auch immer ganz ordentlich im Magen. Das Fleisch wird eigentlich immer gekocht und mit Erdnusssoße serviert, jedoch schwankt die Qualität sehr von unglaublich lecker bis unglaublich zäh :)

Sehr gern esse ich Rolex, das ist das ugandische Fastfood und besteht meist aus Rühreiern mit Tomaten und Zwiebeln angebraten und in einem Chapati (Pfannkuchen ohne Ei) eingewickelt. Schmeckt echt super und kostet 40 Cent.

In meiner Freizeit fahr ich viel mit dem Fahrrad und arbeite am Haus. Vor 2 Wochen hab ich mit meinem Haus-Watchman mal angefangen ein Gemüsebeet anzulegen und von den anderen Expats verschiedene Samen gekriegt. Jetzt hoffe ich bald meine ersten Radischen, Gurken, Basilikum, DIll oder Rucola ernten zu können. Das Problem beim graben war, das das Haus vor ein paar Jahren renoviert wurde und das halbe Mauerwerk dort verbuddelt wurde. 

Ich habe auch zwei unglaublich verspielte und goldige "Wachhunde" Sputnik und April, die wahrscheinlich keinem Einbrecher was zu leide tun, aber zumindest ordentlich losbellen wenn jemand kommt den sie nicht kennen. Morgens wenn ich frühstücke liegt Sputnik immer auf der Terasse und leistet mir gesellschaft.

Arbeitstechnisch sind wir in zwei Bereichen tätig, zum einen wollen wir ein Konzept zur Dezentralisierung des Energiesektors in Uganda implementieren und zum anderen an verschiedenen PV-Systemen. Häufig ist das Problem das die Regierungsgebäude von irgendwelchen Geldgebern eine System aufs Dach gepackt kriegen, aber niemand die Verwendung erklärt. Dann geht nach ner Zeit die Batterie kaputt und keiner weiß was zu tun ist und Geld ist eh keins da. Daher berate ich die Districte wie sie das wenige Geld am sinnvollsten einsetzten können.

Landschaftlich ist natürlich schon ordentlich was geboten wie man sehen kann schön staubig oder wenns regnet werden die Straße schön schlammig und wir sind mal wieder stecken geblieben.

Zum Abschluss noch Bilder von der Verabschiedung einer Ärztin ohne Grenzen mit einer lustigen traditionellen Tanzeinlage. Muss ihnen dann mal beibringen wie man den Kirwabam austanzt :)

Tim´s Abschiedsparty

Samstag, 20.07.2013

Ist jetzt schon ein bisschen her aber wollt nochmal ein paar Fotos von meiner lustigen Gesellschaft hier nachschicken...

War eine richtig tolle Party bei uns im Haus zum Abschied von meinem Mitbewohner Tim der jetzt schon wieder zurück in Deutschland ist und mit dem studieren beginnt.

Wie man sieht verhungern und verdursten muss auch keiner ;)

 

Leben in Arua

Mittwoch, 03.07.2013

So nun hab ich mich schön langsam eingewöhnt in Arua und kann mich auch langsam orientieren. Die Stadt ist ein wichtiger Handelsplatz für die Region, da die Grenze zum Kongo nur wenige Kilometer und zum Südsudan auch nicht all zu weit entfernt liegt. Daher gibt viele Märkte, wobei sich jeder Markt auf eine Sache konzentriert, sei es Früchte, Gemüse, Werkzeug oder Secondhand-Klamotten. Natürlich wird immer versucht den weißen Mann über den Tisch zu ziehen, aber schön langsam erkennt man schon die Preise auch wenn man manchmal 30 Cent zuviel zahlt. Die Leute freuen sich dann schön darüber.

Habe mir jetzt ein gutes „europäisches“ Fahrrad gekauft, da die Qualität der sonstigen Chinaprodukte zu wünschen übrig lässt. Jetzt muss ich auch nicht immer Auto fahren sondern kann mich wie 90 % der Verkehrsteilnehmer auf zwei Rädern fortbewegen. Meine Wohnung ist gut gelegen und in die Stadt sind es mit dem Fahrrad vielleicht 15 Minuten und in der Arbeit bin ich in 10 Minuten zu Fuß. Der Garten ist richtig schön und wir können schön auf der Terrasse sitzen und frühstücken.

Unser Büro ist unglaublich schön im grünen gelegen, direkt am „Golfplatz“ und mit einem rießigen Garten. Wir haben einen mega Mangobaum den man unten auf dem Foto sehen kann, ich freu mich schon darauf wenn die Mangosaison wieder beginnt. Die Obstbäume tragen alle 2 mal im Jahr, da es ja keinen Winter gibt und man deshalb eigentlich das ganze Jahr über Mango, Passionfruit, Ananans, Bananen und leckere Guaven bekommt. Ein Schmackerl sind auch White Ants with onions (Weiße Ameisen mit Zwiebeln).

 

Wenn es zu regnen beginnt werden die Straße zum Teil zu einer einzigen Matschpiste und wir haben es auch mal schön geschafft stecken zu bleiben. Die Männer und Kinder aus den umliegenden Dörfern sind darauf schon vorbereitet und stehen zu schieben und ausgraben bereit. Natürlich nicht nur aus Nächstenliebe :)

Es gibt hier einen italienischen Pate, der eine Radiostation betreibt und auch Wein anbaut. Dieser meinte das er aber nur eine Sorte gefunden hat die hier Früchte trägt. Das hängt damit zusammen,  dass die Regenarationsphasen welche unsere Weinstöcke im Winter haben hier nicht gegeben sind und er dies künstlich darstellt indem er sie nur 2 Wochen abdeckt. Aber der Wein ist gut zu trinken.

Ich wurde durch meine deutschen Kollegen gleich in die Kreise der Expatriats eingeführt welche vor allem aus den Médecins Sans Frontières (Ärzte ohne Grenzen) und den US Peace Corps besteht. Auch mit ein paar Ugandan war ich schon unterwegs was die ganze Sache entspannt und man nicht überlegen muss ob man übers Ohr gehauen wird.

Anreise nach Arua

Freitag, 14.06.2013

Nachdem ich diverse Einführungsveranstaltungen in Kampala hinter mich gebracht hatte gings endlich einmal in meine neues Zuhause nach Arua. Der Weg dorthin ist ziemlich beschwerlich und lang, für die 500 km von Kampala nach Arua braucht man zwischen 7 und 8,5 Stunden Fahrzeit. Es gibt einige Abschnitte wo der Teer nur noch bruchstückhaft vorhanden ist und man auf dem „befestigten“ Seitenstreifen ausweichen muss. An die schönen Schlaglöcher (Potholes) gewöhnt man sich und versucht sie bestmöglich zu umfahren ohne den Gegenverkehr zu behindern. Dies ist aber auch nur möglich weil es so gut wie keinen Gegenverkehr gibt und man trifft alle paar Kilometer auf einen liegengebliebenen Lkw der gerade am Reifenwechseln ist.

Der größte Teil der Strecke ist aber gut ausgebaut und man kann ordentlich fahren. Der Weg führt direkt durch den Murchison Falls National Park, was die Fahrt deutlich aufwertet. Wie man auf den Bildern sehen kann ist die Landschaft wirklich schön und man hat immer wieder lustige Tiere in Sichtweite. Meist an den selben Plätzen warten kleine Totenkopfäffchen und andere Affen um von den vorbeifahrenden Autos mal schnell ein bisschen Essen abzustauben. Wenn man da ans Ende des Nationalparks kommt warten viele Antilopen an den Wasserstellen und auch ein paar Wasserbüffel und Elefanten konnte ich dort schon sehen.

Arua selbst gefällt mir sehr gut, es gibt überproportional viele Fahrradfahrer und sehr viele Grünflächen überall. Die Straßen sind gesäumt von großen Bäumen und überall blühen schöne Blumen. Ich werde ab Juli in das Haus eines anderen Entwicklungshelfers ziehen, der Arua verlässt. Das Haus ist sehr groß und ein wunderbarer Garten ist auch dabei. Im Juli habe ich noch einen Mitbewohner der am weltwärts-Programm teilnimmt und ab August muss ich mir dann einen neuen suchen. Bis dahin kann ich freundlicherweise bei meinem Kollegen im Gästezimmer unterkommen und mich entspannt einleben.

Arbeitstechnisch werde ich auch schon langsam eingebunden und ich hab letzten Freitag schonmal das technische Wissen der Bewerber für die Stelle eines Elektrotechnikers abgefragt. Ansonsten bin ich noch dabei mich zu orientieren und versuche die Arbeitsweisen zu verstehen. Ein paar interessante Ideen hab ich mir schon überlegt, die ich wenns passt dann einmal in Angriff nehmen möchte. Momentan besuchen wir einige Districte (Bezirke in D) und stellen mich den Kontaktpersonen vor, was ermöglicht schön viel vom West Nil Gebiet kennenlernen.

Soweit einstweilen das nächstemal gibts Bilder von meinem neuen Haus und Garten :)

Die Fischer auf dem Viktoria Nil

Kabunyata

Dienstag, 04.06.2013

Nach ein paar Tagen stellte sich heraus, dass für den Besuch unseres Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, noch ein Solarcontainer zur Stromversorgung eines kleinen Dorfes fertig gestellt werden musste. Die Grundidee dabei ist einen Mobilfunkmasten mit Solarstrom zu versorgen, welcher vorher mit Dieselgeneratoren betrieben worden ist. Dazu wurde ein kleiner 10 kW Container beim Masten installiert, wobei der Masten 3 kW permante Leistung bezieht und  der restlich Strom ins neu angelegte Dorfstromnetz eingespeist wird. Da ein höherer Energiebedarf im Dorf erwartet wird, wurde zusätzlich dazu noch ein größerer Container installiert welcher auch ins Netz integriert wird. Diesen Container mussten wir rechtzeitig bis zum Besuch des Ministers fertig stellen und daher waren alle froh in mir eine weitere helfende Hand mit handwerklichem Verständnis gefunden zu haben.

Dazu durfte ich das erste mal mit meinem Pick-Up über die Fluren Ugandas´s fahren, die Landschaft ist schön grün und springen mal paar Affen über die Straße. Das Dorf heißt Kabunyata und liegt so 100 km nördlich von Kampala. Das Dorf Zentrum hat vielleicht 30 Häuser und die „Straßen“ dorthin sind mit Schlaglöcher von bis zu nem halben Meter tiefe versehen. Das führt dann dazu, das man für eine Strecke von um die 40 Kilometer mal schön eineinhalb Stunden braucht, aber das ist halt so :-)

Die Arbeit mit den Einheimischen und den deutschen Technikern war am Anfang ein bisschen gewöhnungsbedürftig, da in meinen Augen zu viele Arbeiter nix zu tun hatten. Nachdem ich mich jedoch ein bisschen von meinem Effizienzdenken befreit habe und einfach die Arbeit mit ihnen gemütlich gemacht habe wars richtig lustig und produktiv.

Nach drei Tagen gings wieder zurück nach Kampala und wurde ich weiter in die einzelnen Projekte eingeführt. Ein Aufreger in Uganda war, das zwei eher Regierungsfernen Zeitungen von der Polizei dicht gemacht worden sind. Der Grund war, dass die Zeitungen durch einen Spitzel einen Internen Brief eines Ministers erhalten haben und diesen veröffentlichten. Bei uns müsste da halt irgendein Minister daran glauben, hier wird halt mal die Zeitung geschlossen. Jetzt sind die aber schon wieder offen und wer will kann mal ein relativ kritisches Interview mit unserem Minister lesen:

http://www.monitor.co.ug/News/National/-Germany-will-fund-Uganda-as-long-as-it-makes-a-difference-/-/688334/1869650/-/ho5fn0/-/index.html

Soweit einstweilen, jetzt bald ist meine Zeit in der Hauptstadt vorüber und es geht in Richtung meiner neuen Wirkungsstätte Arua im Nordwesten Ugandas.

Die ersten Tage im fernen Uganda

Mittwoch, 29.05.2013

Meine Reise nach Uganda began von Frankfurt aus mit einem acht stündigen Flug in die Hauptstadt Ethiopiens nach Addis Abeba. Der Flughafen dort ist sehr überschaubar und vergleichbar mit der Größe des Regensburger Hauptbahnhofes. Nach einem kurzen Aufenthalt von fünf Stunden gings auch schon weiter zu Internationalen Flughafen von Uganda in Entebbe. Bei der Landung um 13 Uhr hatte es so angenehme 25 Grad aber in der Warteschlange für das Visa konnte man schon einmal so eine Stunde warten um die Fingerabdrücke abzugeben. Danach hatte ich gedacht mein Gepäck müsste schon längst da sein, aber eine Maschine war anscheinend kaputt wodurch ich nochmal so zwei Stunden darauf warten konnte. Zeit spielt hier in Uganda eine andere Rolle daher war der auf mich wartende Fahrer nach drei Stunden auch immernoch recht entspannt.

 

Auf der Fahrt nach Kampala wurde bereits deutlich wie schön grün und lebendig das ganze Land ist. Der Weg ging entlang des „kleinen“ Lake Victoria, welcher eher einem Meer ähndeld als einem See und das andere Ufer nicht zu sehen ist.

Der Verkehr ist eine sehr spezielle Sache, eigentlich gibt es keine Regeln außer das man versucht links zu fahren und auf den anderen Rücksicht zu nehmen. Die Vorfahrt wird im gegenseitigen Einvernehmen geregelt, indem einer der beiden nachgibt. Erstaunlicher Weise funktioniert das System bezogen auf das zu erwartenden Unfallrisiko ziemlich gut, weil jeder auf den anderen Rücksicht nimmt und nur bedingt auf seinem Recht beharrt. Das kontiniuierliche Hupen um den anderen auf einen aufmerksam zu machen gehört zur Normalität und wird nicht, wie in Deutschland, als Unmut aufgefasst. Es gibt exterm viele Motorrad-Taxis die sogenannten Boda-Bodas welche soviele Personen mitnehmen wie möglich. Sie transportieren alles auf den Boda-Bodas oder ihren Fahrrädern und suchen sich alle möglichen Wege um möglichst schnell weiter zu kommen.

Die Fussgänger sind das schwächste Glied dabei, was dazu führt das die Autos immer Vorfahrt haben und man sich schnell seinen Weg über die Straße suchen muss. Am ersten Abend war ich sehr gestresst als ich die Straße betreten habe. Es gibt keine Straßenbeleuchtung , alle fahren wie sie wollen und rasen im Mindestabstand an dir vorbei. Ich hatte das Gefühl auf alles aufpassen zu müssen, was aber schier unmöglich ist. Dieses Stressgefühl legte sich aber im Lauf der nächsten Tage, da ich immer mehr ein Gefühl für den Straßenverkehr bekommen habe und gemerkt habe das die Autofahrer und Boda-Bodas auf die Fußgänger Rücksicht nehmen, solang man sich am Straßenrand befinden und nicht die Straße überqüren möchte. Sowas wie Zerbrastreifen gibts auch aber die waren anscheindend nur so eine lustige Idee von irgendwelchen Muzungu’s wie alle nicht sehr Dunkelhautigen genannt werden.

So das war jetzt mal so der Anfang der ganzen Geschichte, ich hoffe bald weitere Berichte folgen zu lassen aber der Faktor Zeit ist auch jetzt schon wieder relativ knapp :)